AUBERGINEN-LAMMRAGOUT

Für schlechte Zeiten

APOKALUEBKES AUBERGINEN-LAMMRAGOUT

Gestern waren Gäste da. Genau genommen ein ganz besonderer Gast, nämlich Herr Vuitton, der mir beim Erstellen dieser Seiten und auch anderweitig Beistand leistet. Es gab viel zu erzählen und eine Lammkeule aus dem Ofen, wie ich sie sonst zu Weihnachten mache. Und so sah die Küche danach auch aus:

Kennst Du das? Man traut sich nach dem Aufwachen nicht recht dran an den großen Aufwasch und macht sich stattdessen inmitten des Chaos noch ein Leberwurstbrot „für ins Bett“ mit schön Senf. Und dabei kommt die Vorfreude darauf, was und wie viele Mahlzeiten man noch plietsch mit den Resten machen kann – ist ja noch Fleisch am Knochen.

 

Gestärkt ändere ich diesen Umstand und setze Knochen mitsamt dem würzigen Röstansatz aus Fenchel, Chili, Koriander, Kumin und Kardamom in kaltem Wasser an. Der Rest vom guten Roten kann auch hinein, denn zum Trinken ist es echt noch zu früh. Muss aber nicht. Auch schön: Orangensaft. Während es beruhigend blubbert und sich all das Gute aus den Knochen in die Flüssigkeit bewegt, erledige ich den Abwasch und entdecke noch eine Aubergine, die ich würfele und in gutem Olivenöl anbrate. „Molto olio – molto caldo“, an diesen Satz meiner sizilianischen Kochlehrerin muss ich immer denken, wenn ich Auberginen zubereite. Ich liebe überhaupt Fett. Aber das ist eine andere Geschichte.

Parallel setze ich schnell ein Tomatensößchen mit ordentlich Knoblauch und Zwiebelwürfeln an. Weil gerade alles so schön sauber ist, ersetze ich die gehackte Sardelle im Ansatz durch einen beherzten Dash Fischsauce. Während beides vor sich hin köchelt, suche ich Schraubgläschen mit passenden Deckeln aus dem Keller zusammen und schneide das Bratenfleisch in kleine Würfel. „AUBERGINEN-LAMMRAGOUT“ weiterlesen